Unser Tagestipp

Frühling im Haus

Wer Blütenfarbe in die dunklen Wintertage bringen möchte, kann sich mit Blütenzweigen von bestimmten Gehölzen einen Vorgeschmack auf den  Frühling ins Haus holen. Geeignet sind beispielweise Zweigen von Japanischen Zierkirschen, Birnen, Äpfeln und Forsythien. Wichtig ist die fortlaufende Pflege der wertvollen Blütentriebe. Klopfen Sie die Stielenden mit einem Hammer leicht platt, damit die Leitungsbahnen möglich viel Wasser aufnehmen können. Schneiden Sie die Zweige so oft wie möglich, mindestens jedoch wöchentlich neu und leicht schräg an.

Warum Pflanzen im Winter blühen

Winterblüher sind besondere Gehölze und Stauden, die mitten in der kältesten Jahreszeit den Gartenfreund mit Blüten überraschen. Wie ist das möglich? Viele Winterblüher sind Reliktpflanzen, die aus Erdzeiten stammen, in denen vollkommen andere Witterungsabläufe herrschten. Besonders in Europa haben zahlreiche Eiszeiten dafür gesorgt, dass sich die Blütenzeiten für bestimmte Gewächse verschoben haben. Winterblüher können als Windblütler überleben und sind nicht auf den Insektenflug angewiesen.

Haselnuss mit Dauerwelle

Mit seinen spiralartig gewundenen Trieben sorgt der Korkenzieher-Haselnuss auch während der laublosen Winterszeit für Abwechselung im Garten. Eine Schneeauflage beispielsweise sorgt für bizarre Wintereindrücke, die mindestens so beeindruckend sind wie ein ein dekorativer Blütenflor im Sommer. Die Triebe  eignen sich auch hervorragend für die Vasenfloristik. Der Dauerwellen-Strauch verträgt einen radikalen Verjüngungsschnitt vor dem Austrieb selbst bis in alte Holzpartien. Wildtriebe ohne Drehwuchs bilden sich häufig und sollten umgehend entfernt werden.

Allergien vorbeugen

Für pollensensible Gartenfreunde bringt der Lenz nicht nur Freude. Bei entsprechend milder Witterung können Allergiker bereits ab Februar unter dem Flug von Weiden-, Erlen- oder Haselnusspollen leiden. Die direkte Folge sind allergische Reaktionen, etwa Heuschnupfen. Alle, die empfindlich auf bestimmte Pollen reagieren, sollten während dieser Zeit auf Gartenarbeiten verzichten. Achten Sie zudem bei der Pflanzenauswahl darauf, Allergieauslöser nicht in Ihr direktes Gartenumfeld zu pflanzen.

Legendäre Christrosen

Wenn Schnee und Frost im Garten regieren, schläft die Pflanzenwelt nur scheinbar. Christrosen sind außergewöhnliche, wintergrüne Blütenstars, die bereits mitten im Winter voll in Aktion sind. Die Vielfalt an Blütenfarben und Blütenformen ist erstaunlich. Es gibt Sorten mit weißer, hellgelber, zartgrüner und porzellanrosafarbener bis weinroter Farbe. Christrosen eignen sich auch für den Vasenschnitt. Allerdings sollten Sie sie an einem möglichst hellen, kühlen Ort aufstellen. Je kälter es ist, desto länger halten die Blütenpreziosen in der Vase durch.

Gartenbücher/Wintergemüse

Jetzt ist Zeit, um in Gartenbüchern zu schmökern und neue Gartenpläne zu schmieden. Zahlreiche Werke kommen als Übersetzungen englischer Gartenbücher auf den deutschen Markt. Diese können sehr inspirierend und lehrreich sein. Achten Sie allerdings bei der Pflanzenauswahl darauf, dass nicht alle Sortenempfehlungen aus England unbesehen auf unsere Gartenwelt übertragbar sind. Im Durchschnitt sind die Winter im Gartenland Südengland wesentlich milder als im größtenteils kontinental geprägten Deutschland.

Ernten Sie Wintergemüse wie Feldsalat, Spinat, Grünkohl, Rosenkohl und Wirsing nur bei Tagestemperaturen über Null.

 

Gelber Winterjasmin

Mit seinem Blütengelb vertreibt der Winterjasmin (Jasminum nudiflorum) die Tristess der dunklen Jahreszeit und stimmt so manches Gemüt heiter. Achten Sie auf einen Pflanzplatz nahe am Fenster, damit Sie diesen robusten, anspruchslosen Fröhlichmacher von der warmen Stube aus genießen können. Dank seiner grünen Triebe fast schon ein “immergrüner” Kletterer, der etwa 200 bis 300 cm hoch wird. Zum Aufstieg braucht er allerdings eine stabile Kletterhilfe. Ein Rückschnitt ist unüblich, aber möglich.